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Montag, 22. April 2013

EU-Saatgutverordnung

Ziemlich still hier. Aber ich hab kaum was genäht, den Kuchen nicht fotografiert und auch im Garten ist die Kamera nicht dabei. Ich will ja was arbeiten und nicht nur Bilder machen. Am Samstag waren wir  bei der Raritätenbörse im Botanischen Garten der Universität Wien. Ein wahnsinniger Andrang hat dort geherrscht. Bei der angebotenen Vielfalt, war's schwer sich zu entscheiden, aber ein "Micro"-Paradeiserpflänzchen (sehr süße, kleine Kirschparadeiser), eine Paprikapflanze "Miniature Chocolate" und eine Kartoffelplfanze "Heidelbeere" (lila mit Maroni-ähnlichem Geschmack) sind mit uns nach Hause gekommen. Ich hab auch mit einem Maulbeerbaum geliebäugelt, aber dafür haben wir grad nicht den richtigen Platz. Auch für Heidelbeeren, die S. so gern hätte, müssen wir erst die richtigen Bedingungen schaffen.

Aber mit solchen Veranstaltungen könnte es bald vorbei sein, wenn's nach der EU-Kommission geht. Diese plant nämlich strengere Zulassungsverfahren für Saatgut um möglichst einheitliche Sorten zu erreichen. Saatgut, das nicht aufwendig registriert wurde, dürfte dann nicht mehr verkauft, aber auch nicht getauscht oder verschenkt werden. Vor allem alte Sorten hätten wenig bis keine Chancen den Registrierungsprozess zu bestehen, da sie eben das Kriterium der Einheitlichkeit nicht erfüllen.

Heute findet sich dieser Artikel auf orf.at. Hier sind viele Infos zum Thema von Arche Noah, einem österreichischen Verein, der sich seit über 20 Jahren für die Erhaltung, Verbreitung und Entwicklung der Kulturpflanzenvielfalt einsetzt. Und hier könnt ihr die Petition von Global 2000 und Arche Noah gegen die Saatgutverordnung unterzeichnen. Und dann gibt's noch einen Offenen Brief an die Kommission, den ihr unterzeichnen könnt.

Wenn ihr noch andere Initiativen kennt, die man unterstützen kann, füge ich die Links gerne hier ein.

Lassen wir uns die Artenvielfalt nicht wegnehmen!

Kein Sorge, ich bin nicht militant, aber dieses Thema beschäftigt mich also Bio-Hobbygärtnerin grad sehr.

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