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Montag, 19. August 2013

Die Rote Rübe

Bei den nördlichen Nachbarn auch als Rote Bete bekannt und mit lateinischem Namen beta vulgaris.

Am Samstag hab ich noch überlegt, was ich daraus machen soll und gestern hab ich's einfach riskiert und mal zwei aus der Erde gezogen. Der erste Blick hat mir ein Fluchen entlockt, weil die Knollen voll winzig kleiner roter Ameisen waren. Aber eine kurze Behandlung mit dem Gartenschlaucht hat das Problem gelöst, die Rüben hatten keine Fraßschäden. Ab in die Küche damit und mal mit der restlichen Ernte aufdrapiert.


Ich würd gern noch ein bisschen weiter ausholen, bevor ich zur Tat schreite. Wie komm ich überhaupt auf die Idee Rote Rüben anzubauen? Ich ess sie gern - das ist wohl mal eine Grundvoraussetzung. Obwohl, ich hab auch Paprikapflanzen und ess eigentlich nicht gern Paprika... Dann war da dieses Buch, das ich euch im März vorgestellt hab. Da kommt die Rote Rübe vor, noch dazu mit Bildern von einem besonders hübschen rot-weiß geringelten Exemplar. Samen für eine Solche hab ich leider beim Gärtner nicht gefunden, darum bin ich bei einer "gewöhnlich" roten geblieben, Sorte Rote Kugel 2.

Die "Haltung" dieses Gemüses ist wirklich einfach. Samenknäuel in die Erde, eventuell vereinzeln, wachsen lassen, aus der Erde ziehen. Sehr pflegeleicht.

"Frisch geschlüpft", 28. Mai

1. Juli

Bei der Verarbeitung wird's dann bunt. Für mich ist der Klassiker aus Roten Rüben natürlich der Salat. Aber ich hab auch schon Kuchen daraus gemacht. Allerdings aus vorgekochten, geschälten Exemplaren aus dem Supermarkt. So richtig selbst gekocht und geschält hab ich sie noch nie.

Rote Rüben Kuchen nach Jamie Oliver

Also wie gesagt: Rüben aus der Erde, abwaschen, fotografieren. Man kann sie roh essen, aber das wollt ich dann doch (noch) nicht probieren. Drum hab ich die Blätter und die lange Wurzel abgeschnitten, ohne die "Haut" der Rübe zu verletzen, denn sonst würden sie beim Kochen ihre Farbe verlieren. In den Schnellkochtopf mit ihnen. Aber für wie lange? Die Gebrauchsanleitung meines Schnellkochtopfs sagt 15 bis 25 Minuten. Hmmm. Kartoffel 8 bis 12. Also etwa doppelt so lang wie Kartoffel? Kartoffel in der größe würd ich 8 Minuten kochen - drum hab ich die Rüben 16 Minuten gekocht. Puh. Hat funktioniert.



Die Blätter und Stiele hab ich nicht weggeworfen sonder frei nach Ute Woltron (Warum schmecken Maulbeeren am besten nackt?) wie Mangold behandelt. Also gewaschen, fein geschnitten und mit Knoblauch in Olivenöl angeschwitzt.



Die gekochten Rüben hab ich geschält - macht schön rote Finger, in Scheiben geschnitten, mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Zitronensaft behandelt. Zu diesem Zweierlei von der Roten Rübe gab's noch Salat - endlich mit lauter Zutaten aus dem eigenen Garten - und Wurstknödel. Die waren allerdings weder aus dem eigenen Garten noch selbstgemacht, und haben eigentlich nicht gepasst, weder geschmacklich noch optisch. Ein paar Kartoffeln wären besser gewesen. Wie auch immer: alles in allem hat's super geschmeckt. Die Rüben waren recht süßlich und nicht zu erdig und das Blattgemüse hatte durch die Stängelstücke reichlich Biss.




Ich freu mich schon auf die nächsten Roten Rüben!
Danke für's Vorbeischauen!

Kommentare:

  1. Hmm Deine Art Rote Bete anzumachen, klingt interessant. Sollte ich vielleicht im nächsten Jahr auch mal ausprobieren(selber sähen und ernten). Ich brauche frische rote Bete eigentlich nur um Weihnachten, wenn es bei uns den selbstgemachten heringssalat gibt. Zum Schälen trage ich immer Gummihandschuhe, da die rote Farbe ziemlich echt ist...
    Einen guten Appetit und weiterhuin reichliche Ernte.
    LG
    Jeannette

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  2. As I do not speak your language and you haven't translated for me I am not sure what your post is about - but I guess it's beetroot. I have harvested all mine now and I have stored them in dry earth to use over winter. I have just found a recipe for Indian Beetroot Soup which I am going to try later on.

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